Mietbegriffe

Nettokaltmiete

Bei den ausgewiesenen Werten handelt es sich um die so genannte Nettokaltmiete pro m² Wohnfläche. Das heißt, alle Betriebskosten im Sinne der Betriebskostenverordnung (BetrKV) sind aus der Miete herausgerechnet, ebenso die Kosten für Heizung und Warmwasser. Nur die Nettokaltmiete kann Grundlage für eine Mieterhöhung sein.

Bruttokaltmiete

Die Bruttokaltmiete ergibt sich aus der Nettokaltmiete plus Betriebskosten ohne Heizungs- und Warmwasserkosten. Betriebskosten sind z. B. Entgelte für Wasserversorgung, Entwässerung, Beleuchtung von Gemeinschaftsräumen, Grundsteuer, Müllabfuhr, Kaminkehrer u. a.

Die aktuelle Ermittlung der tatsächlichen Betriebskosten ergab die Summe der durchschnittlichen Betriebskosten von 2,09 Euro (ohne Strom, Heizung und Warmwasser). Dieser Wert dient nur als Anhalt, da er von vielen Faktoren abhängig ist. So z. B., ob in einem Wohngebäude Lift oder Tiefgarage vorhanden sind oder ob die Hausreinigungs- oder Hausmeistertätigkeiten Kosten verursachen. Ebenso können z. B. die Kosten für Straßenreinigung oder Müllabfuhr individuell verschieden sein.

Bei den aktuellen Heizungs-/Warmwasserkosten ist wegen der oft schwankenden Energiepreise jedoch keine fundierte Aussage für die Zukunft möglich.

Wohnfläche

Zur Wohnfläche einer Wohnung gehören:

Flächen unter Dachschrägen werden:

Alle entweder zur gemeinsamen oder privaten Nutzung vorgesehenen sonstigen Räume außerhalb der Wohnung, z. B. Fahrradraum, Trockenraum, werden auf die Wohnfläche nicht angerechnet.

Merkmale ohne Einfluss auf den Mietpreis

Im Zuge der Datenerhebung zum Straubinger Mietspiegel wurden auch Merkmale abgefragt, welche keinen statistisch-signifikanten Einfluss auf die Nettokaltmiete hatten. Folgende Merkmale wurden auf Grund von zu geringen Häufigkeiten von der Analyse ausgeschlossen und deshalb nicht weiterverwendet: Modernisierung (Verbesserung Wohnungszuschnitt, Wärmedämmung der Kellerdecke, Isolierverglasung, Erneuerung Heizung, Erneuerung Innen-/Wohnungstüren), Lage der Wohnung innerhalb des Gebäudes, Heizarten (Öl/Gas, Fernwärme), Wohnungsausstattung (Fußbodenheizung, einfache Fußböden, Einbauschränke, Außenrollläden an allen Fenstern, Kabelanschluss bzw. Satellitenanlage, Türsprechanlage, Keller- oder Speicherabteil, sonstiger Nebenraum, barrierefreie Ausstattung), Balkon, Terrasse, WC im Bad, zweites Badezimmer, Garten, Lage. Diese Merkmale sind bei einer Anwendung der 2/3-Spannbreite nicht zu berücksichtigen